Nachricht aus Südafrika

Die Saison hat im Februar und März in Südafrika begonnen. Vier Turniere habe ich gespielt und alle Cuts geschafft, inklusive dem Ladies European South African Open in Kapstadt.

Dann kam alles etwas anders als wir es wohl alle erwartet haben. Länder wurde abgeriegelt und mein Flug in die Schweiz gestrichen. Seit März bin ich in Südafrika. Ich trainierte am Anfang noch ganz normal weiter, als in der Schweiz bereits nicht mehr gespielt wurde. Doch dann kam der komplette Lockdown in Südafrika. Und wir durften nicht mehr aus dem Haus, ausser um Lebensmittel einzukaufen. Eine sehr spezielle, aber auch spannende Erfahrung, von der ich das Gefühl habe, in Zukunft noch profitieren zu können.

Nun wird langsam auch in Südafrika wieder alles gelockert und die Leute bewegend sich wieder freier. Mein Plan wäre es, im Juni zurück in die Schweiz zu fliegen. Bis jetzt wurde mein Flug fünfmal verschoben, also wer weiss ob ein sechste Mal dazu kommen wird.

Mein Indoortraining ging während dem Lockdown weiter. Mein Bruder Martin, hat uns eine Indooranlage gebaut. Wir können alle Schläge in ein Tuch machen und mit dem Trackman die Daten analysieren. Dabei habe ich mich auch viel mit meinem Trainer Bruno Griss in der Schweiz ausgetauscht. Wir haben viel an der Schwungbahn und dem Auftreffwinkel zum Ball gearbeitet. Mit Videos über eine App Coach-Now (sehr zu empfehlen) konnten wir uns ein bis zweimal die Woche austauschen. Der Schwung sowie alle Trackman Zahlen sind besser geworden. Ich freue mich jetzt schon ab Juni auf Südafrikanischen und Schweizer Fairways zu sehen wie der Ball fliegt.

Ich habe in den letzten acht Wochen gemerkt, dass meine Leidenschaft beim Golfsport liegt. Mein ganzes Leben dreht sich darum. Ich vermisse das «normale» Training, ich vermisse es auf den Golfplatz zu gehen und ich vermisse das Leben auf der Tour inklusive dem Wettkampf.

Die Zeit stand aber nicht still und ich durfte für das Radio Rumantsch ein Interview geben. Dies kann man hier (Link) nachlesen oder -hören. Eine weitere grosse Kampagne hat Schweiz Tourismus mit Graubünden Ferien/ Engadin Golf lanciert und ein Video zusammengeschnitten (siehe Link). Ein grosses Danke an Eugenio Rüegger das er diesen Spass mitgemacht hat.

Was die Zukunft betreffen Turnieren bringen wird, wissen wir noch nicht. Zurzeit haben wir auf der Ladies European Tour (und Access) die ersten Turniere im August geplant. Ob es dazu dann auch kommt, wird abhängig sein ob alle Spielerinnen anreisen können.

Ab dann würden wir dann auch wieder Weltranglistenpunkte sammeln können, denn zurzeit sind alle Ranglisten eingefroren. Hoffen wir das Beste, das alles vorbei geht.

Geniesst das schöne Wetter, unsere tollen Golfplätze und bleibt gesund.

Eure Caroline

Schweiz Tourismus: Zwei Generationen, eine Leidenschaft

Caroline und Eugenio – zwei Golfverrückte, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Caroline Rominger, die 35-jährige «Amazone» der Schweizer Golfszene und Eugenio Rüegger, der 80-jährige Golf-Pionier und Familienfreund Romingers. Nebst der Liebe zum kleinen, weissen Ball verbindet die beiden eine unbändige Sehnsucht nach Graubünden.

Link zum Bericht

Radio Rumantsch

Caroline Rominger è sco profi da golf il mument sin «stand by»

Link zum Interview und Text

Saisonstart in Südafrika

Ich habe eine intensive Indoor-Trainingszeit in der Schweiz hinter mir. Ich habe viel an meiner Schwungtechnik gearbeitet und diese perfektioniert. Nun bin ich nach Südafrika geflogen und spiele wieder draussen auf dem Platz.
Als ich nach Südafrika kam, spielte ich gleich mein erstes Turnier auf der Sunshine Ladies Tour. Dies war eine Art Standortbestimmung. Im kurzen Spiel war ich natürlich noch nicht so sicher, aber die langen Schläge waren oft satt und gut getroffen. Ich war zufrieden den Cut zu schaffen und mich auf dem 25. Rang zu platzieren.

Sunshine Ladies Tour

Caroline Rominger

Vergangene Woche konnte ich dann mit meinem Bruder Martin weiter trainieren. Und mich dabei auch an das «andere» Gras als in der Schweiz einstellen. Das Chippen ist anders als zu Hause in der Schweiz, sowie auch die Art wie man ein Green anspielt.

Diese Woche am 26. Februar startet meine Saison nun richtig. Ich spiele zwei Turniere der Sunshine Ladies Tour in Johannesburg; Joburg Open und Jabra Open. Anschliessend geht’s nach Kapstadt für das erste Ladies European Tour Event, dem South African Open. Links zum Livescoring und Resultaten gibt’s immer auf meiner Webseite www.carolinerominger.ch

Gerne möchte ich auch noch auf mein «International Pro Am» vom Sonntag, 13. September 2020 hinweisen. Es wird die 3. Ausgabe sein und im Golfpark Holzhäusern gespielt, direkt nach dem Ladies European Tour Event (VP Bank Ladies Swiss Open) der Frauen. Anmeldungen nehme ich gerne unter golf@carolinerominger.ch entgegen, die Startplätze sind auf 18 Flights limitiert.

Liebe Grüsse
Eure Caroline

Golfpark Holzhäusern

International Pro Am by CR 2020

Bericht Südostschweizer Zeitung

Im Banne der fünf Ringe

12. Februar 2020

Beste Saison als Golfprofi

Es liegt eine intensive Saison hinter mir. 16 gespielte Turniere auf der Ladies European Access Tour sowie 3 Anfang Jahr auf der Ladies Sunshine Tour (Südafrikanische Tour). Weiter noch ein Dual Event mit der Ladies European Tour. All diese Turniere haben in 12 verschiedenen Ländern statt gefunden.

Es war meine 11. Saison auf der Tour, und ich werde diese in ganz spezieller Erinnerung behalten. Noch nie hatte ich einen so tiefen Durchschnittscore, nämlich 72,08 Schläge. Meine beste Runde, die ich je gespielt habe, war auch in diesem Jahr in Tschechien mit 65 (-7) Schlägen. Insgesamt habe ich mich sechsmal in die Top 10 gespielt, wobei ein 2. Rang das Jahresbestresultat war. Nur ein einziger Schlag hat mir da nach drei Runden zum Sieg gefehlt.

Dies sind viele tolle Erinnerungen ans 2019 und es macht Lust auf mehr. Das Jahresranking habe ich auf dem etwas unglücklichen 6. Rang beendet. Top 5 hätte direkt eine volle Karte auf der Ladies European Tour bedeutet.

Im letzten Turnier der Saison vergangene Woche in La Largue hatte ich in der ersten Runde etwas Wetterpech (viel Regen und Wind). Daraus resultierte eine 75. Runde. Es folgte eine solide 72 am zweiten Tag. Ich wusste, dass ich eine super letzte Runde brauchte um im Jahresranking unter die Top 5 zu kommen, dementsprechend war ich ziemlich nervös. Meine gute Freundin Rachel war an diesem Turnier mein Caddie und hat mich mit den richtigen Worten und Tipps begleitet. Ich bin Stolz schliesslich eine 68. Runde (vier Birdies – kein Bogey) gespielt und einen weitern Top 10 Rang erreicht zu haben. Ich habe damit im Ranking zwei Spielerinnen überholt.  Leider hat mich eine andere Spielerin mit einem Topresultat aber noch überholt. Am Schluss fehlten ein Rang und wohl mickrige drei Schläge über die ganze Saison dass es für die Top 5 gereicht hätte.

Solche Erfahrungen gehören zu unserem Job als Profigolfer dazu und man lernt damit umzugehen. Ich darf auf alles was ich geleistet habe Stolz sein, vor allem auch weil ich seit Anfang Jahr sehr hart daran gearbeitet habe. Ich möchte mich an dieser Stelle ganz speziell bei meinen Sponsoren bedanken. Im Speziellen der Zollikofer Garage/ Infiniti Center in St.Gallen, die mir in den letzten vier Jahren ein Auto zur Verfügung gestellt haben. At-hena der beste Elektro-Golf-Trolley sowie auch Orthopodo Malgaroli die mir perfekte Golfschuh-Einlagen erstellt haben. Ein grosses Dankeschön gilt auch dem Swiss Golf Pro Supporter Club, der immer an mich geglaubt hat und eine wichtige Stütze ist. Danke auch an: Callaway (Ausrüstung/ Kleider), Lifeforce/Sensolar (Sonnenschutz), Be the Change (Supplements), Estée Lauder Switzerland (Cosmetic), Focuswater (Getränk), Pozzible (Proteinriegel).

Danke auch allen Firmen/Privatpersonen die mich für einen Golftag gebucht haben, denn nur dank all diesen Sponsoren, kann ich meinen Traumberuf ausüben.

Aussicht 2020: Ich habe noch ein paar Ziele, und möchte diese im 2020 erreichen. Ein grosses Ziel ist es an der Olympiade in Tokio teilnehmen zu können, das wird bestimmt nicht einfach werden, aber ein Versuch ist es alleweil Wert.